Empfehlung

Cancel-Culture und Embracing-Culture

Heute habe ich einen Hör- und einen Watch-Tipp für euch, viel Spaß dabei!

Fehlerkultur statt Cancel-Kultur

Was? Die Folge „Gefährdet Cancel Culture die Meinungsfreiheit?“ des Podcasts Realitäter*innen von Lúcia Luciano und Gizem Adiyaman.

Warum? Das Thema wurde bereits in den Medien heiß diskutiert. Diese Podcastfolge beleuchtet die Cancel-Kultur differenziert und angenehm unaufgeregt.

Besonders spannend fand ich: Auf der einen Seite steht die Frage im Raum, warum eine Cancel-Kultur überhaupt entsteht und ob sie vielleicht Lücken im deutschen Rechtssystem füllt. Also ob sie da entsteht, wo Menschen das Gefühl haben: Ich werde sonst nicht gehört, ich kann nichts dagegen machen. Gleichzeitig wird bezweifelt, ob durch eine Cancel-Kultur irgendetwas nachhaltig verändert werden kann. Zudem kann sie das Leben der „Gecancelten“ viel härter treffen, als eine sachliche Kritik. Im Podcast wird daher plädiert, lieber eine Fehler- oder Verantwortungskultur zu etablieren: „Beim Canceln gibt es kein Zurück, du bist raus. (…) Für mich persönlich fühlt es sich besser an, eher von einer Fehlerkultur, als von einer Cancel-Kultur zu sprechen“. (Minute 42)

Embracing the Culture

Was? Video von Julie Nolke zum Thema „Travel Influencers Be Like“

Warum? Ich habe Julie Nolke erst vor kurzem durch ein sehr unterhaltsames Video entdeckt, in dem sie sich mit ihrem Vergangenheits-Ich über die späteren Auswirkungen der Corona-Pandemie unterhält. Sie hat eine ganz eigene Art, Dinge zu thematisieren und ironisch auf den Punkt zu bringen.  

Besonders lustig fand ich: Julie spielt eine Travel-Influencerin, die sich mit einer Kollegin (auch durch sie dargestellt) darüber unterhält, wie wichtig es ist, sich als Reisende der Kultur vor Ort anzupassen. Auch die  Authentizität im Land zu entdecken sei sehr wichtig. So reiste die eine Influencerin mit einer Hilfsorganisation nach Afrika, war dann aber leider zu sehr damit beschäftigt, Fotos zu machen, statt zu helfen. Die beiden versuchen sich mit immer „authentischeren“ Geschichten zu toppen, bis sie am Ende pathetisch seufzen: „Travel is life“.

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