• Berlin,  Familie

    unwritten garden rules

    Es ist heiß und Schrebergarten-Zeit. Bei den aktuellen Temperaturen bin ich sehr dankbar, dass wir einen grünen Ort voller Beeren und Spielgeräte haben, auf den wir ausweichen können. Gleichzeitig beschleicht mich immer öfter das Gefühl, dass die Kleingarten-Kultur und ich noch nicht so richtig Freundinnen geworden sind.

    Auf dem Weg zu unserem Garten kommen wir an einem Spielplatz vorbei, der zur Anlage gehört. Fast jedes Mal ist die Diskussion groß: Die Kinder wollen zuerst auf den Spielplatz, ich in unseren Garten. Dieses Mal gewinnen die Kinder und sie rennen sofort zu den Schaukeln, auf denen sie fröhlich hin- und herschwingen. Ich schiele zu dem Schild, auf dem steht, dass er von 13-15 Uhr nicht zu benutzen ist. Schon oft habe ich mich gefragt, warum das so ist. Erklärt wird es nicht, aber ich schätze mal, es geht um die Mittagsruhe. Die Gartenfreund*innen (so wird sich hier untereinander genannt) wollen ein Schläfchen machen.

    Meine Kinder passen nicht gut zu den hiesigen Schlafgewohnheiten. Die Große macht keinen Mittagsschlaf mehr und die Kleine schläft eigentlich nie vor halb drei ein. Verstohlen schaue ich auf mein Handy und sehe, dass es schon zehn nach eins ist. Ich sage den Kids also, dass sie ganz leise schaukeln sollen und sie geben sich Mühe. Ein kleines schlechtes Gewissen habe ich dennoch. Doch bevor ich es verdrängen kann, kommt eine Dame um die Ecke geschossen. Verärgert bittet sie mich, aufzuhören. Ehrlich besorgt frage ich sie: „Haben wir Sie gestört? Waren wir zu laut?“ Sie beantwortet  die Frage nicht, sondern entgegnet: „Als mein Kind klein war, da musste es sich auch hier an die Regeln halten!“ … und geht dann wieder. Hatten wir sie nun in ihrer Mittagsruhe gestört? Oder durch das Nichteinhalten einer Regel aus ihrer Schrebergarten-Idylle geschreckt? Keine Ahnung. Ich stelle mir vor, wie sie damals mit ihrem Kind lange und anstrengende Diskussionen über den Spielplatzbesuch in der Mittagspause führen musste und sich nun denkt: „Keiner darf mittags einfach glücklich und leise auf einer Schaukel sitzen. Sonst hat sich der ganze Ärger nicht gelohnt.“

    Immer wieder merke ich, dass ich einfach noch keine alte Schrebergarten-Häsin bin. Ich habe kein echtes Interesse an starren Regeln, sie sind nicht meine große Leidenschaft. Und zudem gibt es neben den offiziellen Regeln anscheinend noch jede Menge ungeschriebener. Ganz schön kompliziert.

    Letztens zum Beispiel hatte unsere große Tochter Geburtstag und zwei weitere Kinder in unseren Kleingarten eingeladen. Das Wetter war ganz gut und mein Mann hatte eine Schatzsuche mit vielen lustigen Spielchen vorbereitet. Diese führte uns einmal durch die ganze Schrebergartenanlage. Erst wurde auf dem Spielplatz um die Wette gehüpft,  dann ging es weiter zur nächsten Weg-Kreuzung. Dort wartete ein hungriges Monster, das gefüttert werden musste. Die Mutter, die das Monster spielte, machte einen wirklich guten Job und war voller Engagement dabei. Unter einer schwarzen Jacke versteckt fauchte sie, was das Zeug hielt. Kichernd und aufgeregt fütterten die Kinder das Monster mit grünem Wackelpudding. Als wir danach wieder in unseren Garten zurückgingen, ernteten wir aus mehreren Nachbargärten frostige Blicke. Warum, kann ich wieder nur vermuten: Hatten wir zu viel Spaß? Störte der Geräuschpegel bei der meditativen Bewässerung der Rosen? Laut waren wir bestimmt und vielleicht fanden manche es auch befremdlich, dass mitten auf dem Gehweg eine fauchende Mutter mit Wackelpudding gefüttert wurde. Aber noch ist grüner Wackelpudding in der Kleingarten-Verordnung nicht explizit verboten. Und außerdem war es nach drei Uhr- da durfte ja keiner was sagen.  

  • Berlin,  Soziales

    Corona-Aerobic

    Vollgepackt mit Einkaufssachen, wollte ich mich eben nur schnell mit dem Fahrrad an den vielen tanzenden Menschen vorbeischlängeln. In Berlin ist das nicht unbedingt etwas Ungewöhnliches, manchmal treffe ich samstagsmorgens noch irgendwelche übrig gebliebenen Clubber*innen mit Bierchen in der Hand, die zu Elektromucke müde wippen. Tanzende Menschen donnerstagmorgens vor einem Seniorenheim, sind selbst in Berlin ein eher selten anzutreffender Anblick.

    Die Musik war laut aufgedreht, es dröhnte: „Das ist die Berliner Luft“ aus den Boxen. Ein Dutzend fröhlicher Pflegekräfte stand in helllila und weißer Montur in einer Reihe und tanzte. Mit aufmunternden Rufen und einfachen Bewegungsübungen zum Nachmachen, motivierten sie die Damen und Herren auf den Balkonen, mitzumachen. Zum Ende der Übungen brandete Applaus auf, die Stimmung war grandios!

    Schon seit einiger Zeit wird einmal die Woche auf den Balkonen getanzt, ein tolles Angebot für die BewohnerInnen dieses Seniorenzentrums. Lange Zeit waren Besuche verboten, mittlerweile ist (in Berlin) pro Tag Besuch von einer Person möglich. Trotzdem ist nichts wie es war. In vielen Seniorenheimen gibt es zurzeit keine Gruppenangebote, Mahlzeiten nimmt jeder alleine auf dem Zimmer zu sich. Die Gefahr, zu vereinsamen ist groß. Umso toller, dass es so viele kreative Ideen gibt, wie sich trotzdem zusammen Spaß haben lässt! Ich habe mich heute Morgen sehr gefreut und ein bisschen mitgeschunkelt.

    Hier findet ihr einen kleinen Ausschnitt zum Mittanzen:

     

  • Berlin,  Empfehlung

    Schrebergarten in Corona-Zeiten

    Unser Schrebergarten hat sich mittlerweile zu einem Gemeinschaftsprojekt entwickelt. Wir teilen ihn aktuell mit einer anderen Familie mit zwei Kindern und noch einer weiteren Freundin. Als wir uns das überlegt hatten, war Corona noch lange nicht in Sicht.

    Jetzt freuen wir uns, dass es so gekommen ist und wir den Garten mit anderen teilen können, die nun wie wir die Möglichkeit haben, mal aus ihrer Wohnung rauszukommen. Das Bewirtschaften von Kleingartenanlagen ist in Berlin nämlich weiterhin erlaubt und deswegen sind wir gerade zwei, drei Mal die Woche im Schrebergarten und sehr dankbar dafür, ihn zu haben.

    In letzter Zeit habe ich mit mehreren Menschen darüber gesprochen, die überlegen, sich auf einen Schrebergarten zu bewerben. In Berlin kann man das zum Beispiel über die einzelnen Bezirksverbände machen, bei uns kostete es damals 25€ Bewerbungsgebühr und wir haben 1,5 Jahre lang auf einen Platz gewartet. Die Einmalkosten sind hoch, man muss quasi alles abkaufen, was auf dem Garten schon steht (Haus, Obstbäume etc.), so ca. zwischen 3.000 und 10.000 Euro. Die jährlichen Kosten sind dafür sehr niedrig, wir haben letztes Jahr für Strom, Wasser, Pacht, Mitgliedschaft etc. knapp 400 Euro bezahlt.

    Wer wie wir sagt: Alleine ist irgendwie langweilig, ich würde gerne gerne einen Gemeinschaftsgarten gründen – für den habe ich einen passenden Artikel: Für die soziale und ökologische Triodos Bank habe ich einen Beitrag zum Thema Gemeinschaftsgärten geschrieben. Was müssen wir beachten bei der Gründung, wie finden wir ein Grundstück, wie finanzieren wir das Ganze? Zum Glück dürfen aktuell auch Gemeinschaftsgärten bewirtschaftet werden, aber eingeschränkt. Die Gartenwerkstadt Ehrenfeld, über die ich im Artikel berichtet habe, musste ihre regelmäßigen Gartentreffs absagen, da Versammlungen von Vereinen aktuell untersagt sind. Sie gärtnern nun privat im Gemeinschaftsgarten jeder für sich und natürlich mit Abstand. Falls ihr noch keinen Gemeinschaftsgarten habt, vielleicht kommt ihr durch den Artikel ja auf den Geschmack?

    Noch ein Wort zum Beitragsfoto: Die Möhren haben wir gestern aus dem Beet ausgebuddelt, sie wurden den Winter über vergessen. Krass, wie lange sie sich gehalten haben! Der Geschmack war nicht mehr taufrisch aber noch ok. 🙂

     

     

  • Berlin,  Familie,  neugierig auf

    Quarantäne oder nicht? Das ist hier die Frage.

    Die Tagesmutter meiner Tochter erkrankte an Corona. Bis wir Eltern erfuhren, was zu tun war, waren wir tagelang verunsichert und schlecht informiert. Laut Berliner Senatsverwaltung werden zurzeit die Kontaktpersonen der Corona-Infizierten ermittelt, kontaktiert und isoliert. In unserem Fall konnten wir nichts davon feststellen.

     

    Freitag, 13.03.20
    Meine kleine Tochter geht in eine Kinder-Tagespflege bei zwei Tagesmüttern in Berlin-Friedrichshain. Mich erreicht abends der Anruf von Tagesmutter X, dass bei Tagesmutter Y der Verdacht auf Corona-Virus besteht und sie getestet wird. Trotz Verdachts wird nicht geplant, die Tagespflege zu schließen. Berlin beschließt am gleichen Tag ab Dienstag, den 17.03. Kitas und Schulen zu schließen. Kindertagespflegen sind erst einmal von der Regelung ausgenommen.

    Sonntag, 15.03.20
    Der Chat in unserer WhatsApp-Gruppe der Eltern der Tagespflege läuft nun schon seit Tagen heiß. Vor allem wird darüber spekuliert, ob die Tagespflege am Montag noch öffnen darf. Dann leitet eine Mutter die Nachricht von Tagesmutter X weiter: Kindertagespflegen werden nun auch geschlossen. Einige Eltern haben bereits sowieso beschlossen, ihre Kinder ab Montag zu Hause zu lassen.

    Montag, 16.03.20

    Dass das Gesundheitsamt aktiv wird, darauf warten wir vergeblich. Doch die Eigeninitiative der Eltern ist groß. Den ganzen Montag versuchen sie die Corona-Hotline Berlin zu erreichen oder das Friedrichshainer Gesundheitsamt. Die Aussagen sind widersprüchlich: Die Person bei der Berliner Corona-Hotline (030/90282828) rät einem Elternteil, dass sich Eltern und Kinder testen lassen müssen, weil sie direkten Kontakt zu einer Infizierten hatten. Ein anderes Elternteil erreicht nach 150 Anrufen endlich auch die Corona-Hotline. Ihm wird gesagt, dass alle zu Hause bleiben und warten sollen, bis sie vom Gesundheitsamt kontaktiert werden. Ein Kinderarzt rät, auf jeden Fall zu einer Teststelle im Krankenhaus zu fahren. Ein anderer Kinderarzt rät, auf jeden Fall zu Hause zu bleiben und die Corona-Hotline anzurufen.

    12:01 Uhr: Eine Familie fährt in die Teststelle des Evangelischen Krankenhauses in Berlin-Lichtenberg und wird wieder nach Hause geschickt, weil das Kind keine Symptome zeigt. Keiner versteht so richtig warum. Sie wurden weder in der Teststelle noch von der Corona-Hotline darüber aufgeklärt, dass ohne Vorliegen von Symptomen ein Testergebnis nur begrenzte Aussagekraft hat und daher nur Tests bei Personen mit Symptomen durchgeführt werden.

    13:29 Uhr: Eine Familie erreicht das Gesundheitsamt in Friedrichshain. Ihnen wird gesagt, dass sie nicht für den Fall verantwortlich sind, da die erkrankte Tagesmutter in Pankow wohnt. Wir sollen das Gesundheitsamt Pankow anrufen.

    15:13 Uhr Eine weitere Familie fährt mit ihren zwei Kindern zur Teststelle im Krankenhaus. Da sie in den letzten Wochen starke Grippe-Symptome hatten und noch nicht wieder ganz gesund sind, werden sie getestet. Allerdings nur zwei aus der Familie. Sie sollen selbst entscheiden, wer getestet wird. Die Mutter berichtet von dramatischen Szenen in der Teststelle. Menschen betteln lautstark darum, getestet werden zu dürfen und werden abgewiesen.

     

    Dienstag, 17.03.20
    11:24 Uhr: Eine andere Familie wird vom Gesundheitsamt Friedrichshain zurückgerufen: Sie sollen sich 14 Tage lang selbst isolieren und auf Symptome achten. Auch sie wurden nur angerufen, weil sie sich vorher gemeldet hatten.

    14:23 Uhr:
    Das Gesundheitsamt Friedrichshain kann einer anderen Familie am Telefon nicht sagen, ob sie sich in Quarantäne begeben soll oder nicht. Das Gesundheitsamt Pankow sei verantwortlich.

    18:56 Uhr: Wir erfahren, dass das Gesundheitsamt in Pankow Tagesmutter X heute anrief und mitteilte, dass alle Kinder und Eltern, die bis zum 12.03. mit Tagesmutter Y Kontakt hatten (ihr letzter Arbeitstag), sich bis zum 26.03. in Quarantäne begeben müssen. Das Gesundheitsamt Friedrichshain-Kreuzberg würde sich morgen bei uns allen melden und die Quarantäne anordnen.

     

    Mittwoch 18.03.20
    Heute und auch die nächsten Tage meldet sich keiner vom Gesundheitsamt Friedrichshain-Kreuzberg bei uns Eltern. Allerdings reagiert das Gesundheitsamt Pankow auf E-Mails und ruft eine Familie zurück. Sie müssen nicht in Quarantäne, da ihr Kind am 6. März das letzte Mal Kontakt zu Tagesmutter Y hatte. Nun sind alle restlos verwirrt. Wenn doch mit einer 14-tägigen Inkubationszeit gerechnet wird, wie kann das sein?

     

    Donnerstag 19.03.20
    Vier Tage nachdem der Corona-Virus-Test der Tagesmutter positiv ausfiel, werde ich endlich vom Gesundheitsamt Pankow aufgrund meiner E-Mail zurückgerufen. Auch mir wird gesagt, dass  wir nicht in Quarantäne müssen, da meine Tochter das letzte Mal am 3. März Kontakt zu der Tagesmutter hatte. Ich bin misstrauisch, die Dame am Telefon kann mir den Grund dafür nicht glaubhaft vermitteln. Also recherchiere ich und finde endlich heraus warum. In dem NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ erklärt der Virologe Professor Christian Drosten in der Folge 16, dass nach aktuellen Erkenntnissen die Infektiosität bei symptomatischen Patienten erst ca. einen Tag vor Symptombeginn beginnt. (In Folge 20 fügt er hinzu, dass sie eher 2,5 Tage vorher startet) Das heißt, es kann zwar 14 Tage lang dauern, bis die Krankheit ausbricht, wenn sie aber ausgebrochen ist, war die Person nur kurze Zeit vorher ansteckend gewesen. Das konnte ich nirgendwo im Internet lesen, nicht beim Robert Koch Institut, nicht auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit. Ich musste sämtliche Abschriften eines Podcasts durchforsten, um darauf aufmerksam zu werden. Warum ist diese Info kaum zu finden? Keiner von uns Eltern wusste über diesen Sachverhalt Bescheid und keiner der Menschen, mit denen ich darüber bisher geredet habe.

    (Zitat Christian Drosten, Podcast Coronavirus-Update, Folge 16)
    (Zitat Christian Drosten, Podcast Coronavirus-Update, Folge 20)

     

     

     

     

     

     

     

    Freitag, 20.03.20
    Gestern (6 Tage nach dem Corona-Verdacht und 3 Tage nach Bestätigung des Verdachts) wurde die nicht infizierte Tagesmutter endlich vom Gesundheitsamt Friedrichshain kontaktiert. Sie und alle Kinder, die bis zum 12. 3. in der Tagespflege waren, sollen für 14 Tage in Quarantäne. Angeblich wurden alle betroffenen Eltern darüber informiert. Zwei Familien melden zurück, dass sie nicht kontaktiert wurden. Sie lassen ihre Kinder trotzdem vorsorglich zu Hause. Zum Glück geht es allen soweit gut, die Kinder zeigen keine Symptome, Tagesmutter Y hatte allerdings mit Atemnot zu kämpfen.

    Dienstag, 24.03.20 Tagesmutter Y geht es wieder besser. Tagesmutter X zeigt bisher keine Symptome, alle freuen sich über die guten Nachrichten. Der Virus allerdings tobt weiter in Deutschland herum.

    Wir (die Eltern der Kinder in der Tagespflegestelle) wurden nur auf Eigeninitiative von ratlosen Gesundheitsämtern kontaktiert und nicht ausreichend informiert. Die Corona- Hotline erzählte uns etwas anderes als das Gesundheitsamt, die Gesundheitsämter kommunizierten nur schlecht untereinander. Wir fühlten uns allein gelassen. Bei allem Verständnis für die aktuelle Überlastung: So bekommen wir das Virus nicht unter Kontrolle.

  • Berlin,  Familie

    Frühling

    In Zeiten wie diesen schwanke ich zwischen leichter Panik, Zweifeln, wann wieder ein normaler Alltag sein wird und dem Gefühl, das eigentlich alles noch sehr normal ist.

    Uns geht es gut, wir sind nicht krank, wir können alles kaufen was wir wollen, arbeiten, mit den Kindern spielen etc. Nur halt unter etwas erschwerten Bedingungen. Wichtig ist mir momentan, wieder einen neuen Rhythmus zu finden, um den Alltag ohne Kita zu organisieren. Ich achte darauf, dass ich mich ausreichend bewege,  gut gelaunt bleibe und den Kontakt zu den Freunden dann eben telefonisch halte.

    Was mir gerade richtig gut tut, ist unser Schrebergarten. Dort kann ich mit den Kindern ungestört ein paar Stunden verbringen und zudem beobachten, wie der Frühling alles zum Blühen bringt. Das ist eine hervorragende Ablenkung und auch sehr sinnvoll: Meine Kinder sind draußen in der Natur, lernen, wie man Gemüse ansät, helfen mit und sind herausgefordert. Später im Sommer werden wir uns dann über die leckeren Ergebnisse freuen! Gestern haben wir einen Birnbaum gepflanzt, auf den ich mich schon seit einigen Wochen freue. Wir hatten ihn bei einer Baumschule in Brandenburg bestellt, die alte Obstsorten verkauft. Nun steht eine Gellerts Butterbirne bei uns im Garten und ich bin gespannt, wann sie die ersten Früchte trägt.

    Ich möchte euch ermutigen, auch in Dinge zu investieren, die später einmal Frucht tragen werden. Nutzt Leerzeiten, die ihr jetzt vielleicht habt und werdet produktiv! Schreibt an Konzepten, räumt auf, bringt neue Projekte ins Rollen oder verbringt viel Zeit mit euren Kindern. Lest Bücher und Zeitschriften, werdet kreativ, handwerklich und besucht Online-Konzerte! Es gibt noch viel zu tun.